Statt „Düwelswark“ pure Idylle
Inmitten des Ammerlandes gibt es eine Perle: Das Zwischenahner Meer
Der Legende nach soll der Teufel aus lauter Wut über den Kirchenbau in Oldenburg vor Urzeiten das Zwischenahner Meer quasi im Vorbeigehen geschaffen haben. Zum Glück! Denn heute bietet die „Perle des Ammerlandes“ pure Idylle für Erholungssuchende. Bei einem Spaziergang rund ums Zwischenahner Meer lassen sich die Schönheiten des Kur- und Erholungsortes besonders gut entdecken. Idyllische Wanderwege inmitten der Natur führen teils direkt am See entlang teils durch Wald und Wiesen. Über Brücken und Stege geht es auf zwölf Kilometern rund ums Meer. Cafés und Restaurants, Bänke und Picknickmöglichkeiten bieten nicht nur Gelegenheit zur Pause, sondern oft auch atemberaubende Ausblicke auf den See.
Im Ort führt der Kurpark direkt am Ufer entlang und geht in das Freilichtmuseum Ammerländer Bauernhaus über. Das Museum feierte kürzlich seinen hundertsten Geburtstag und erzählt immer noch spannende Geschichten aus der Ammerländer Vergangenheit. Während hier Geschichte wieder lebendig wird, erstrahlt der Kurpark ab April in seiner ganzen Blütenpracht und lädt zum Flanieren, Ausruhen oder Spielen ein.
Natürlich ist auch auf dem drittgrößten Binnensee Niedersachsens jede Menge los. Segler, Surfer und Hobbykapitäne in Tret- oder Elektrobooten bevölkern das „Düwelswark“. Zwischendurch ziehen immer wieder die großen Schiffe der Weissen Flotte ihre Runden über das Meer. Bei ihren rund 70 Minuten langen Seefahrten kann man an drei Anlegern ein- oder aussteigen oder auch das Fahrrad mitnehmen. Rad fahren kann man nämlich im ganzen Ammerland besonders gut. Perfekte Beschilderungen und detailliertes Kartenmaterial lassen die Routenplanung zum Kinderspiel werden. Die Wegweiser des rund 700 Kilometer langen Radverkehrssystems führen abseits des Autoverkehrs auf gut ausgebauten, landschaftlich reizvollen Strecken sicher von Ort zu Ort.
Nach aktiver Betätigung schmeckt die bodenständige und herzhafte Küche des Ammerlandes besonders gut. Bad Zwischenahn ist überregional bekannt für seine urigen und erstklassigen Restaurants. Zur Ammerländer Gastfreundschaft gehören guter Service und Freundlichkeit einfach dazu. Kommen dann noch der deftige „Smoortaal“ oder echter Ammerländer Schinken auf den Tisch, fehlt bloß noch ein „Ammerländer Löffeltrunk“ für den perfekten Genuss.
Auch Einkaufen macht in dem Kurort am Zwischenahner Meer besonders viel Spaß. Zahllose kleine Geschäfte und Boutiquen bieten Außergewöhnliches und Ausgefallenes – und das sogar an fast fünfzig Sonn- und Feiertagen im Jahr. Gesellige Kneipen und Abendlokale, die Spielbank Bad Zwischenahn, unzählige Veranstaltungen und Feste runden das Angebot ab.
Rund um die Perle des Ammerlandes gibt es Einiges zu erleben. Ein Besuch im „Park der Gärten“ ist nicht nur für Gartenliebhaber ein Gewinn. Auf rund 140.000 Quadratmetern präsentiert sich die „Gartenschau Bad Zwischenahns“ von April bis Oktober als blühendes Paradies am Westufer des Zwischenahner Meeres. Mehr als 43 Themengärten, von Gartenbaubetrieben der Region angelegt und gepflegt, bieten unzählige Anregungen und Ideen für den eigenen Garten oder einfach Platz für Mußestunden im Grünen. Kinder dürfen hier ganz nach Lust und Laune die Natur entdecken oder sich mal so richtig austoben auf einem der schönen Spielplätze.
Neben diesen Highlights hat Bad Zwischenahn noch viel mehr zu bieten: einen Golfplatz, einen Segelflugplatz, das Freibad „Badepark“, ein Wellenbad mit Soleaussenbecken und Sauna, ein Wellnessdorf mit erstklassigen Anwendungen in schönem Ambiente, das Reha-Zentrum am Meer, eine Wandelhalle und ein Altes Kurhaus mit abwechslungsreichen Veranstaltungen, Ausstellungen und noch viel mehr.
Der Teufel hat den Bad Zwischenahnern also einen großen Gefallen getan, genauso wie der Wels, der eines Tages aus den Wellen auftauchte und das Zwischenahner Meer weltweit in die Schlagzeilen brachte. Doch das ist eine andere Geschichte…